Berührende Füße und direkte Freiheit

Ayurveda und die Entdeckung der Ganzheit - vierte Woche

erstellt am: 01.05.2014 | Kategorie: Live Blog

ayurveda-ganzheit-indienIch bin zwar schon lange wieder aus Indien zurück und das Ganze liegt irgendwie schon so weit zurück, aber es ist schön mich doch wieder mit dieser Zeit zu beschäftigen und diese Berichte zu unserem Sanjeevani Retreat in Indien zu vervollständigen. Immer wenn mich jemand fragt, wie es denn in Indien war, dann kommt erst mal ein tiefes „AAhhhhh“ aus mir und wenn ich dann nach Worten suche, dann finde ich meist nicht viele. Ich muss dann einfach immer wieder betonen, dass es unbeschreiblich war. Manchmal behaupte ich sogar, dass es der schönste Kurs war, den ich bis jetzt erleben durfte. Wer weiß, was noch kommt und wie es nächstes Mal wohl sein wird. Jetzt aber zum Bericht.

fuss-massage-ayurvedaDie Vierte Woche war hauptsächlich der Fußdruckmassage gewidmet, d.h. einer Massage, die mit den Füssen ausgeführt wird. Ich war so berührt von der Gruppe, als ich sah, wie tief achtsame Berührung, Achtsamkeitsmassage und einfach die Präsenz in jedem einzelnen integriert waren. Nachdem Gopi den ersten Teil der Massage vorführte, dachte ich mir erst, dass es erst mal einige Zeit brauchen würde, bis jeder ein Gefühl für die Bewegungen mit den Füßen bekam, dass es ein rumprobieren wird, bis ein paar Abläufe eingespeichert sind. Erstaunt und ganz berührt musste ich zusehen, wie jeder einzelne ganz natürlich in eine achtsame Präsenz fand und schon beim ersten Versuch eine wunderschöne Massage gab, als ob er das schon immer machen würde. Da erkannte ich nochmal mehr, welches Potenzial in Achtsamkeit, Wahrnehmung und Präsenz auch in Bezug auf Lernprozesse steckt. Sobald du ganz in den Körper findest und in diese Stille in der Gegenwart eintauchst, geht plötzlich alles viel leichter von der Hand, oder in diesem Fall leichter vom Fuß.

Auch die Erfahrungen im Empfangen dieser Massage waren sehr erstaunlich. Diese Massage scheint wirklich nochmal mehr in die Erfahrung der geerdeten Körperlichkeit zu führen. Teilnehmer berichteten von einer intensiven Präsenz im Körper und einer Verbindung zur Erde, die wie eine starke Verankerung in der Gegenwart erschien. Zudem war es sehr erstaunlich welch neuer liebevoller Bezug die Teilnehmer zu ihren Füßen bekamen. Die Füße wurden plötzlich als wundervolles Körperteil wahrgenommen und als Geschenk gesehen. Man kann sich so eine Massage erst gar nicht vorstellen. Der Verstand erschafft sofort Vorstellung wie „da werde ich ja mit Füßen getreten!“ oder „es erscheint so respektlos, wenn ich jemanden mit den Füßen massieren soll!“. Aber in der direkten Erfahrung, fallen die Vorstellung weg und man merkt erst wie viel Respekt und Liebe unsere Füße vermitteln können. Unglaublich! Auch wie kreativ man mit den Füßen sein kann, wurde mehr und mehr entdeckt und die Teilnehmer waren selbst erstaunt von den Möglichkeiten solch einer außergewöhnlichen Massage.

Übrigens wurde ich diesmal auch mit so einer wunderbaren Fußmassage beschenkt und ich kann die Berichte der Teilnehmer nur bestätigen. Diese Massage ist wirklich zu empfehlen, vorausgesetzt natürlich, dass der/die Gebende achtsam und präsent im Körper ruht.

trivandrum-ayurvedaIn dieser Woche gab es auch zwei Ausflüge nach Trivandrum und auch einen Besuch bei Gopi zuhause. Das waren die indischen Highlights der Woche. Es ist für uns wirklich wichtig, dass die Teilnehmer auch Indien live erleben. Die Verrücktheit des Landes ist einfach köstlich, wenn man sich darauf einlassen kann.

Dann gab es noch einen wunderbaren Kochkurs mit Suju, unseren wunderbaren jungen Koch, der täglich durch seine indischen Koch-Künste unsere Gaumen befriedigte. Übrigens hab ich selbst schon die Rezepte, die wir dort vorgestellt bekamen zuhause umgesetzt. Ich kann nur sagen, es war fantastisch.

Jetzt noch zu ein paar für mich sehr zentrale Punkte, die für mich essenziell wichtig für unser Retreat in Indien sind. Meine zentrale Vision für meinen Part in diesem Retreat ist die, dass sich Präsenz im Körper und Achtsamkeit stabilisiert und dadurch Bereitschaft entsteht für ein Tieferschauen, ein eintauchen in einen Bereich, wo es nur mehr wenig Worte dafür gibt. Es geht letztlich um die Entdeckung der Ganzheit, die du bist. Die Bereitschaft und vielleicht auch der natürliche Drang dort hinzuschauen, aus dem alles kommt, zur Quelle zurückzublicken, das zu bemerken, was keiner Verbesserung, keiner Vertiefung und keiner Veränderung bedarf, das zu sehen, was deine wahre Natur ist, entsteht vielleicht, wenn das Nervensystem, der Körper und der Geist sich in eine relativ natürliche Entspannung begibt und ein stabiles Wahrnehmen und Dasein geschieht. Auf Das hinzuweisen, was schon absolut vollständig ist, was der Ozean selbst ist, auf dem die Wellen der Persönlichkeit erscheinen, kann erst auf fruchtbaren Boden fallen, wenn Bereitschaft dafür da ist, oder einfach wenn es Zeit dafür ist.

daniel-ganzheitDieser Hinweis und auch praktische Selbsterkundungsübungen dazu geschahen am Ende dieser Woche noch sehr klar und fielen auch auf fruchtbaren Boden. Es war für mich so schön, zu sehen, wie viel Einlassen dafür geschah. Natürlich sind die Übungen dazu wieder nur ein paar Krücken um die ersten Schritte zu gehen, und der direkte Hinweis auf Ganzheit absolut verrückt, aber wenn Einlassen geschieht und eine natürliche satte Präsenz im Körper da ist, dann kann das ein Sprungbrett in die Freiheit sein, wo es keine Worte mehr gibt, wo Leben aus sich selbst geschieht, ohne dass etwas besser, anders oder vollständiger werden muss. Das ist dann die Entdeckung von Sanjeevani, dem zeitlosen Leben in der lebendigen Gegenwart. Wenn dich das weiter interessiert, dann findest du unter Ganzheit noch einen Text zu dieser Vision.

Nun, das war der Bericht zur vierten Woche. Ich habe vor noch einen Bericht zur Abschluss-Woche zu schreiben oder einen Abschluss-Bericht, aber, so wie das Leben spielt, kann ich nur hoffen, dass es mich wieder zum Schreiben führt. Das schreiben hat wirklich was schönes an sich. Bin begeistert!

Danke fürs Lesen und bis dann in der Freiheit des Seins, oder gar in Indien bei der nächsten Ayurveda Ausbildung und der Entdeckung der Ganzheit, die du bist!

Liebe Grüße

Daniel

Authentisches Ayurveda und körperliche Präsenz

Ayurveda und die Entdeckung der Ganzheit - dritte Woche

erstellt am: 28.03.2014 | Kategorie: Live Blog

ayurveda-stempel-massageIndien hat eine eigene Kraft. Es ist als ob in Indien innere Prozesse jeglicher Art unterstützt und sogar ausgelöst werden. Jedes Mal wenn ich in Indien bin, kann ich das erfahren. Natürlich braucht es die Fähigkeit sich auf alles einzulassen, was Indien in uns an die Oberfläche spült. Und Indien wird es an die Oberfläche befördern, ob man das will oder nicht. Und dann ist es wunderbar, wenn dieser Prozess begleitet und unterstützt wird, so wie es bei unserem Sanjeevani Retreat der Fall ist.

Leider, und das ist auch so typisch für Indien, ging mein Plan nicht auf, dass ich jede Woche einen Beitrag verfasse. Ich war so vertieft in unser gemeinsames Erleben. Und natürlich ist es so, dass man in Indien am besten nicht zu viel Pläne schmiedet. Es kommt immer anders, als man glaubt. Trotzdem möchte ich diese Beiträge noch vervollständigen und jetzt über die dritte Woche schreiben.

ayurveda-kraeuter-stempelDie dritte Woche war sehr erfüllt mit weiteren ayurvedischen Anwendungen, wie die Stempelmassagen, der berühmte Stirnguss und Nasya, die Nasenreinigung aus der Pancha Karma Kur. Wir stellten die Kräuterstempel mit frischen Kräutern her, Gopi zeigte uns sogar wie ein Shiro-Dhara (Stirnguss)-Topf geknüpft und für die Verwendung hergestellt wird und die Teilnehmer stießen an unsere westlichen „Benimm-dich-Muster“ beim Spucken und Rotzen nach der Nasenreinigung.

Es ist wunderbar Ayurveda auch in seiner authentischen Form zu erleben, direkt in Indien und Gopi ist von seinem Wesen und seiner Art schon sehr authentisch und natürlich und es macht immer wieder Freude, wenn er seinen Unterricht so praxisnah und authentisch gestaltet. Kopflastige und theoretische Vertiefung kann man sich sein Leben lang aneignen, aber praktisches Wissen und Erfahrungswerte sind nicht durch Bücher und theoretisches Studieren zu erlangen. Dafür braucht es die direkte Erfahrung und das Erleben, was in dieser Ayurvedaausbildung eindeutig den Vorrang hat.

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Eine wunderbare Tiefe konnten die Teilnehmer beim Stirnguss erfahren. Mit dem warmen Öl auf der Stirn, verfließt sozusagen das Gehirn und man kann eine tiefe Entspannung und Stille erfahren. Diese direkte Erfahrung übertrifft jegliche Art von theoretischem Wissen über den Stirnguss.

Diese dritte Woche war auch ein eine Woche mit tiefen inneren Erfahrungen, mit wunderbaren emotionalen Öffnungen und intensiven körperlichen Präsenzerfahrungen. Es war einfach wundervoll zu erleben, wie alles getragen wurde, sich zeigen durfte, sich öffnen durfte und begleitet und unterstützt wurde. Ich fühlte mich jedenfalls sehr beschenkt von den Erlebnissen und Erfahrungen der Teilnehmer während der Abendtreffen.

achtsamkeit-meditationEs ging um Präsenz im Körper, um Achtsamkeit, die einfach geschieht und von einer sehr konkreten Präsenz im Körper begleitet wird. Es ging auch um unbewusste Festhalte- und Kontrollmuster im Körper und wie man diese entdecken kann. Es ist sehr erstaunlich, wenn man Spannungen im Körper entdecken kann, die so automatisiert und eingefleischt sind, dass sie zu unserem gewohnten Zustand gehören und gar nicht mehr bemerkt werden. Es kann auch sehr schockierend sein, zu entdecken, wie stark die körperliche Kontrolle in uns wirkt. Die achtsame Haltung gegenüber diesen Spannungen im Körper lässt sie aber erstaunlicherweise schmelzen und tiefe emotionale Energien können sich befreien. Und es ist wunderschön, wenn diese Energien sich sanft und ohne Anstrengung zeigen dürfen und auf ein sicheres, annehmendes Umfeld stoßen. Für mich hat das eine unglaubliche Schönheit in sich, wenn Emotionen sich wie eine Öffnung einer Blüte zeigen und ohne Urteil, Bewertung und ohne was damit zu tun gesehen und gefühlt werden.

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Natürlich gab es wieder ein indisches Highlight in dieser Woche. Am Sonntag machten wir einen Tagesausflug nach Kanyakumari, der südlichsten Spitze von Indien. Wir hatten einen Bus organisiert und am Morgen ging es los, es gab wunderbares indisches Frühstück unterwegs, dann eine Besichtigung eines alten Königspalastes, dann Mittagessen, wieder im indischen Restaurant, ein Essen, das einfach glücklich macht und dann die Südspitze von Indien mit Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg gab es dann noch eine Besichtigung eines sehr alten Tempels. Das war noch die Krönung des Tages. Die Energie und die Stimmung in diesem Tempel war sehr faszinierend und das Ganze war eigentlich unbeschreiblich, man muss es selbst sehen. Ja, das war ein wirklich indischer Tag, wo man Indien in vielen Facetten live erleben konnte. Das sollte man nicht missen, wenn man in Indien ist.

Das war die dritte Woche, obwohl hier immer nur ein paar Ausschnitte berichtet werden. In einer Woche bei unserem Retreat in Indien geschehen so viele Dinge, dass man für jeden Tag einen ganzen Beitrag verfassen könnte, aber hier sollte nur ein Geschmack davon vermittelt werden. Hoffe das gelingt mir. Mal sehen was noch über die vierte Woche aus mir raus sprudelt und auch über die Abschluss-Tage in der fünften Woche. Ich kann nur sagen, dass es da noch spannend wird, weil noch sehr essenzielle Erfahrungen und Übungen geschehen sind, die für meine Vision der Entdeckung der Ganzheit oder der Einheit sehr wichtig waren und auch sehr schöne Erlebnisse mit Ayurveda und Indien zu berichten sind. Freu mich schon.

Bis dahin noch viel Freude an der Entdeckung des Lebens, so wie es sich zeigt, im jetzigen Moment, immer jetzt.

Liebe Grüße

Daniel

Vertiefung in Herz und Körper

Ayurveda und die Entdeckung der Ganzheit - zweite Woche

erstellt am: 25.02.2014 | Kategorie: Live Blog

05-sanjeevani-retreat-2014Wir sind jetzt zwar schon in der vierten Woche aber ich versuche in diesem Beitrag über die zweite Woche zu schreiben. Ich bin so vertieft in diesem Kurs, dass es mir einfach schwer fällt, mich noch hinzusetzten um etwas zu schreiben. Meine Disziplin ist auch nicht gerade die beste. Es kommt mir einerseits vor als wären wir schon ewig hier und andererseits, wenn ich das Datum sehe, dann ist es als ob die Zeit wie im Flug vergangen ist. So ist es nun mal mit der Zeit. Sie ist letztlich nicht wirklich zu erfassen, weil sie nicht wirklich existiert.

Unsere zweite gemeinsame Woche begann wieder mit viel Intensität, Einlassen und wirklich interessanten Erfahrungen. Es ging weiter mit der ayurvedischen Ganzkörpermassage. Die Vorderseite ist immer eine intensive Erfahrung, weil die Vorderseite des Körpers sehr sensibel ist und tief gehen kann. Aber mit dieser wunderbaren Vorbereitung mit Achtsamkeitspraxis und Achtsamkeitsmassage, war es eine sehr befreiende und liebevolle Erfahrung und die Teilnehmer konnten die Schönheit und Natürlichkeit der Berührung an der Körpervorderseite entdecken.

23-sanjeevani-retreat-2014Es gab auch wieder Nachmittage und Abende mit mir, wo wir die Bedeutung der Achtsamkeit in Verbindung mit Berührung und Körpererfahrung vertieften. Es ging um das Herz und das Herzfeld, sein unbegrenztes Potenzial, seine Eigenschaft als Basis für Entwicklung und seine Verbindung zum Gehirn. Es ging um Gehirnentwicklung an sich, und um das Potenzial des Vorderhirns, wo Achtsamkeit, Mitgefühl, Intuition, Verbundenheit und all diese natürlichen und höheren menschlichen Fähigkeiten zu finden sind. Und es ging darum, dass diese Vorderhirn-Qualitäten letztlich den Kreis zum Herzen schließen, als Erwachen des Herzens, eine vertiefende Dimension von Achtsamkeit. Es wurde auch klar, welches Potenzial in der Kombination von Achtsamkeitspraxis und Berührung und Körpererfahrung steckt. Dieses Potenzial kann hier so wunderbar praktisch und direkt erfahren werden, durch achtsame Berührung und Körpererfahrung in der Massage, durch Achtsamkeitspraxis, Bewegungsarbeit und achtsame Begegnung.

37-sanjeevani-retreat-2014Und natürlich ging es auch weiter mit theoretischen Inhalten mit Gopi z.B. über Pancha Karma, eine einzigartige Entgiftungskur, die Ayurveda zu bieten hat. Die ayurvedische Kopfmassage, die sehr speziell ist, und in der Art nur im Ayurveda zu finden ist, war diese Woche auch dran.

Mein Unterricht ging dann weiter mit praktischer Umsetzung von den theoretischen Grundlagen. Die Entdeckung des Wahrnehmungsfelds, wie ich es nenne, in den Händen und in Verbindung mit dem Herzen. Dann haben wir mit Bewegungsarbeit begonnen, die auch einen wichtigen Bereich meiner Arbeit darstellt. Es geht dabei darum, die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten des Körpers und die Wahrnehmungsfähigkeit des Körpers wieder zu entdecken, durch fließende, bewusste, meditative Bewegung. Natürlich begegnet man dadurch auch seinen Erstarrungen, seinen Kontroll- und Festhaltemustern, seinen Emotionen, die hinter den Erstarrungen eingefroren sind. Tandava, eine Bewegungsmeditation und Achtsamkeitspraxis aus dem kaschmirischen Shivaismus, ein Yoga der Achtsamkeit und Empfindsamkeit, war dann die vertiefende Weiterführung der Bewegungsarbeit. Auch ging es um die Kraft und um Ressourcen, die es braucht um mit intensiven emotionalen oder überfordernden Erfahrungen umzugehen und wie und wo man diese Kraft entdecken kann.

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Ein Highlight dieser Woche war natürlich unser Musikabend. Es kamen ein paar Musiker, Gopis Familie war auch da und jeder wurde eingeladen dabei zu sein, vom Koch, den Helfer-Frauen und ihren Familien, bis zu anderen Gästen, die hier Urlaub und Kur machten. Priya, die Tochter von Gopi hat uns wieder mal fasziniert mit ihrer natürlichen Art der Moderation und mit ihrer wunderbaren Gabe zu tanzen. Auch Gopi war natürlich voll in seinem Element und beschenkte uns mit wunderbaren Liedern. Und natürlich wurde mein Bruder Benni, Leadsänger von Sisyphos Band, wieder als Special Guest vorgestellt, der uns mit zwei deutschen Liedern besang. Es gab auch andere Tanzeinlagen und andere Sänger und Sängerinnen, allesamt keine Profimusiker, sondern einfach Menschen, die gern singen. Das war einfach ein wunderbarer Abend.

indien-ayurveda-bootAm Sonntag ging es dann noch ab in die Backwaters. Wir machten eine wunderschöne Bootsfahrt, wo man uns mit klassischem Kerala-Essen bekochte und wo wir uns regelrecht die Bäuche vollschlugen.

Die zweite Woche war also wieder mit intensiven und bereichernden Erfahrungen bestückt. Bin schon gespannt, was ich über die dritte Woche schreiben werde. Ich glaube, dass es wohl so intensiv weitergehen wird. Die dritte und vierte Woche haben bis jetzt auch schon sehr tiefgehende Erlebnisse mitgebracht.

Also dann bis zum nächsten Beitrag über unsere Ayurveda Ausbildung und über unseren inneren Prozess hin zur Entdeckung der Ganzheit, direkt aus Indien.

Liebe Grüße

Daniel

Ankommen in Indien – ein berührender Start

Ayurveda und die Entdeckung der Ganzheit beginnt

erstellt am: 13.02.2014 | Kategorie: Live Blog

indien-ayurveda-beginnDie erste Woche unseres Sanjeevani Retreats ist um und ich komme leider erst jetzt dazu einen kurzen Beitrag zu verfassen. Indien hat es in sich, das merkt man mehr und mehr. Als ich hier ankam fühlte ich mich erst mal von Indien und den lieben Menschen an dem Ort willkommen geheißen aber bald wurde mir klar, dass auch ich meine Zeit brauchte um hier wirklich anzukommen.

Ich hatte in den ersten Tagen noch einige Vorbereitungen zu treffen, die Zimmer, unseren Seminarraum, viele Kleinigkeiten die augenscheinlich nur ein westlicher Geist sieht. Wasserhähne reparieren, Klospülungen, Glühbirnen einsetzten, Lampen reparieren, Betten, Seiler spannen für die Wäsche, Besorgungen wie Klopapier usw. In Indien ist es einfach so, dass diese Kleinigkeiten nicht gesehen werden. Wenn irgendwo eine Glühbirne fehlt, dann geht sicher eine andere oder gar keine, das ist nicht so wichtig. Und trotzdem ist es für unseren westlichen Geist recht ungewöhnlich. Zudem gibt es hier so viele ungewohnte äußerliche Eindrücke, dass unser westlicher Geist auch mal überfordert sein kann. Ich hatte mich auch wirklich ärgern müssen, dass hier in Indien nicht alles so klappt, wie bei uns. Aber nach ein paar Tagen war ich schon im indischen „Feeling“ und alles ging leichter und entspannter.

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Dann trudelten nach und nach die Teilnehmer ein und am Montag fand der offizielle Start unseres Retreats und der Ayurveda Ausbildung statt. Es war sofort eine wunderbare Verbindung in der Gruppe zu spüren, ein berührender Beginn und ein Willkommen-heißen. Ich war natürlich wieder aufgeregt und auch gespannt wie es wohl beginnen wird. Mich hat die intensive Verbindung in der Gruppe und das herzliche Beisammensein wirklich überrascht und beeindruckt. Hier sind wirklich die richtigen Menschen am richtigen Ort zusammengekommen, das spürt man einfach. Wunderbar!

indien-ayurveda-gopiUnd die ersten Tage vergingen wie im Flug. Ayurveda Grundprinzipien mit Gopi am Vormittag, ausgeschmückt mit seiner wunderbaren Singstimme, Mantras und Bhajans, und natürlich mit seinem Humor und seiner sehr anschaulichen Art theoretische Inhalte mit wunderbaren Beispielen und Erfahrungen zu vermitteln. In der Gruppe merkt man die Aufmerksamkeit, das Interesse und die Begeisterung am Unterricht.

 

achtsamkeit-massageAm Nachmittag Berührung und Achtsamkeits-Praxis mit mir. Welches Potenzial liegt in achtsamer Berührung? Was ist Achtsamkeit wirklich? Und dann natürlich Achtsamkeitsmassage. Wieder berührt es mich, und ich bin einfach begeistert davon, wie viel Einlassen von den Teilnehmern geschieht. Neue Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnisse, Schlüsselerlebnisse geschehen, Berührtheit, Erleichterung, tiefe Entspannung, Leichtigkeit und Verbindungs- und Verschmelzungserfahrungen, Einheitserfahrungen geschehen. Es ist sehr erstaunlich, dass es schon in so kurzer Zeit geschehen kann. Es begeistert mich immer wieder.

achtsame-massageDann die ersten Unterrichtseinheiten mit Gopi über Ayurvedamassage. Die Gesichtsmassage war ist unglaublich schön, und Gopi beeindruckt mich immer wieder mit seiner einzigartigen Fähigkeit zu berühren und sein ganzes Herz in diese Massage zu legen. Auch die weiteren Erfahrungen mit der Ayurvedischen Ganzkörpermassage sind faszinierend und es geschieht tiefes Loslassen, Erleichterung, Genuss und Hingabe.

 

Am Sonntag, unser freier Tag, war noch ein besonderer Höhepunkt. Wir hatten zufällig einen Flyer gefunden über ein Konzert, das ganz in der Nähe am Sonntagabend stattfand. Unglaublich aber wahr, Prem Joshua live in Konzert, zum ersten mal hier in Kerala nur 10 Minuten von uns entfernt. Es war unglaublich! Prem Joshua and Band! Fühlen, Spüren, Vibration, die Zellen tanzen, schwingen und der ganze Körper tanzt. Solltest du Prem Joshua nicht kennen, dann empfehle ich dir wirklich diese Musik mal zu genießen, zum tanzen ist sie einfach fantastisch. Eine Fusion zwischen westlicher und östlich (hauptsächlich indischer) Musik. Fantastische Musiker, wunderbarer Sound und „let’s rock!“. Danke Prem Joshua and Band! Es war eine wunderbare Bereicherung für uns alle.

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Ich freu mich jetzt schon, den nächsten Beitrag zu verfassen. Wenn es so weitergeht, dann wird das wohl ein unvergessliches Abenteuer beim Sanjeevani Retreat – Ayurveda Ausbildung in Indien und die Entdeckung der Ganzheit, die du bist.

Liebe Grüße aus Indien

Daniel

Beiträge direkt aus Indien

erstellt am: 21.01.2014 | Kategorie: Live Blog

Liebe Freunde,

Live Beiträge vom Sanjeevani Retreatbald ist es soweit, dass wir nach Indien starten um uns beim diesjährigen Sanjeevani Retreat in ein außergewöhnliches Abenteuer zu stürzen. Nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für mich ist dieses Projekt eine vertiefende Erfahrung und ein innerer Prozess. Wir kommen in Indien zusammen, leben dort ein ganzes Monat zusammen, lernen und erfahren einiges über Ayurveda, begegnen der indischen Kultur und Lebensweise, werden mit einem andersartigen Umfeld konfrontiert und wir begeben uns auf eine Reise in verschiedene Aspekte des Seins. Das birgt unweigerlich Herausforderungen in sich aber auch wunderbare neue Erlebnisse, die uns wahrscheinlich verändern und unsere persönliche und spirituelle Entwicklung fördern.

Unsere Webseite hat ein neues Kleid bekommen und hat nun einen Seite, wo ich Beiträge und Neuigkeiten veröffentlichen kann. Somit habe ich die Möglichkeit auch Beiträge direkt in Indien zu schreiben und ich habe mir vorgenommen regelmäßig etwas zu schreiben während wir in Indien sind. Wer also nicht direkt in Indien dabei sein kann, der kann uns über diese Live Beiträge aus Indien verfolgen. Wenn du in unserer Newsletter-Liste eingetragen bist, dann bekommst du automatisch eine Nachricht, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wird. Solltest du noch nicht in unserer Liste eingetragen sein, dann kannst du dich unter Newsletter oder auf der linken Seite der Webseite eintragen. Natürlich kannst du dich jederzeit wieder abmelden, wenn du keine Nachrichten mehr erhalten möchtest.

Zudem werden hier auch Neuigkeiten zum Sanjeevani Retreat, neue Termine oder Inhalte veröffentlicht.

Also dann, verfolge uns live beim Sanjeevani Retreat und viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

Liebe Grüße
Daniel